
GRUNDIG ECB28
Ca. 1.223 € (UVP/Richtwert)
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Reichweite: Herstellerangabe
Reichweite im echten Alltag
Geprüft mit 1 Beleg (1 Fachtest)So weit kommst du wirklich
70 km
-42 % vs. HerstellerangabeDer Hersteller verspricht 120 km — unabhängige Messungen ergeben im Alltag rund 70 km.
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Fachtests (Median 70 km, 1)
- 70 km · 2026-06-30 · Woertlich: 'Bei unseren Testfahrten im huegeligen Voralpenland kristallisierten sich Werte um die 70 bis 80 Kilometer heraus.' Konservativ wird die UNTERGRENZE 70 km gespeichert. KEIN Vollentladungstest: Endpunkt, Restakku und Messmethode sind nicht dokumentiert, Klasse conditional_range. Herstellerangabe 120 km wird davon nicht gedeckt (-42 %). Abgegrenzt gegen ECB2800 (Vorgaenger) und das 504-Wh-Rad aus dem ADAC-Test 2024.
Technische Daten
Pro
- 468-Wh-Akku und hydraulische Scheibenbremsen für 1.199 Euro — in der Klasse gute Ausstattung
- Unabhängig belegte Reichweite: 70 bis 80 km im hügeligen Gelände (WELT/SP-X-Test)
- Akku nach EU-Batterieverordnung EN 50604-1 zertifiziert und nach oben entnehmbar
- Alltagsfertig ab Werk: EMC-geprüfte Beleuchtung, 5 Unterstützungsstufen, Schiebehilfe, 85 % vormontiert
Contra
- Herstellerangabe 120 km wird vom einzigen unabhängigen Test klar verfehlt (70–80 km, rund -42 %)
- Nur 42 Nm Drehmoment und Trittfrequenz- statt Drehmomentsensor — am Berg spürbar zurückhaltend
- Maximales Systemgewicht 110 kg inklusive Rad: bei 24,5 kg Eigengewicht bleiben rund 85 kg für Fahrer und Gepäck
- Wir haben das Rad nicht selbst getestet — die Bewertung stützt sich auf einen Fachtest und Herstellerdaten
Das GRUNDIG ECB28 ist ein 28-Zoll-City-Pedelec für aktuell 1.199 Euro. Für das Geld bekommt man einen 468-Wh-Akku, hydraulische Scheibenbremsen und eine komplette Alltagsausstattung. Wichtig vorweg: Wir haben dieses Rad nicht selbst getestet. Unsere Einordnung stützt sich auf einen unabhängigen Fachtest und auf Herstellerangaben — beides trennen wir hier sauber.
Reichweite: 120 km beworben, 70 bis 80 km belegt
Der Hersteller nennt bis zu 120 km. Der bislang einzige unabhängige Test kommt zu einem deutlich anderen Ergebnis: WELT/SP-X fuhr das ECB28 im hügeligen Voralpenland und schreibt, es hätten sich „Werte um die 70 bis 80 Kilometer“ herauskristallisiert. Wir speichern konservativ die Untergrenze von 70 km — das sind rund 42 Prozent weniger als beworben.
Einordnung: 70 bis 80 km sind für einen 468-Wh-Akku ein ordentlicher Wert, gerade im Hügeligen. Die Werbeangabe ist trotzdem zu hoch gegriffen. Wer in der Ebene fährt und wenig Unterstützung nutzt, kommt laut demselben Test näher an die Normreichweite. Zum Vergleich aus unserem Katalog: Ein anderes City-Pedelec mit identischen 468 Wh erreichte real nur 52 km.
Zur Belastbarkeit: Der Test dokumentiert keinen Vollentladungslauf — Restakku und Messmethode sind nicht angegeben. Die 70 km sind damit eine belastbare Orientierung, aber keine genormte Vollreichweite.
Motor: bewusst zurückhaltend abgestimmt
Im Hinterrad arbeitet ein Ananda-Motor mit 250 Watt und 42 Newtonmetern, gesteuert über einen Trittfrequenzsensor. Beides zusammen erklärt den Charakter des Rads: Die Unterstützung setzt ein, wenn du trittst — nicht, wie stark du trittst. Am Berg ist das spürbar; die WELT formuliert es so, dass der Motor es „lieber flach“ mag. Wettbewerber in dieser Preisklasse liegen häufig bei 50 bis 80 Nm und setzen auf Drehmomentsensoren.
Für ebene Stadtstrecken und leichte Wellen reicht das aus. Wer regelmäßig längere Steigungen fährt, sollte gezielt nach mehr Drehmoment suchen.
Ausstattung und Alltag
Hydraulische Scheibenbremsen sind in dieser Preisklasse keine Selbstverständlichkeit und der stärkste Ausstattungspunkt. Dazu kommen 50 mm Federweg vorn, 700C × 45C-Reifen, EMC-geprüfte Beleuchtung, eine Shimano-7-Gang-Schaltung und eine Schiebehilfe. Der Akku lässt sich nach oben entnehmen und ist nach EN 50604-1 zertifiziert. Ausgeliefert wird zu 85 Prozent vormontiert.
Der Punkt, den man vor dem Kauf prüfen sollte
Das maximale Systemgewicht liegt bei 110 kg — und zwar inklusive des Rads. Bei 24,5 kg Eigengewicht bleiben damit rund 85 kg für Fahrer, Kleidung und Gepäck. Das ist deutlich weniger als bei vielen Konkurrenten und schließt einen Teil der Käufer praktisch aus. Wer schwerer ist oder regelmäßig Einkäufe transportiert, sollte hier genau rechnen — es ist keine Formalie, sondern eine Auslegungsgrenze.
Für wen passt das ECB28?
Passt: Pendler auf flachen bis leicht welligen Stadtstrecken, die Wert auf gute Bremsen und einen entnehmbaren Akku legen und unter der Gewichtsgrenze bleiben. Für rund 1.200 Euro ist das ein stimmiges Paket.
Passt nicht: Wer viel am Berg fährt, wer kräftige Unterstützung beim Antritt erwartet, wer mit den beworbenen 120 km plant — oder wer zusammen mit Gepäck über 85 kg kommt.
Fazit
Das GRUNDIG ECB28 bekommt 62 von 100 Punkten. Ausstattung und Preis stimmen, die real belegte Reichweite von 70 bis 80 km ist für 468 Wh ordentlich. Punkte kostet die Kombination aus schwachem Drehmoment, Trittfrequenzsensor und dem knappen Systemgewicht — und die Tatsache, dass die eigene Werbeangabe um gut 40 Prozent danebenliegt.
Häufige Fragen zum GRUNDIG ECB28
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