E-Scooter Haftpflichtversicherung 2026: Pflicht, Kosten und Unfallregelungen in Deutschland

Die Haftpflichtversicherung für E-Scooter ist in Deutschland keine Option, sondern gesetzliche Pflicht. Die Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung (eKFV) schreibt seit 2019 vor, dass jeder E-Scooter, der im öffentlichen Straßenverkehr genutzt wird, versichert sein muss.
Versicherungspflicht und Kennzeichen:
Das Versicherungskennzeichen (Plakette) muss gut sichtbar am Scooter angebracht sein. Das Verkehrsjahr beginnt jeweils am 1. März. Die Farbe der Plakette wechselt jährlich – für das Versicherungsjahr 2026/2027 (ab 1. März 2026) ist die Farbe Schwarz vorgeschrieben. Das Fahren ohne gültige Versicherungsplakette ist eine Straftat nach § 6 PflVG und kann mit einer Geldstrafe und einem Eintrag ins Fahreignungsregister geahndet werden.
Kosten im Überblick:
Die Preisspanne hängt vom Anbieter, dem Scooter-Modell und dem Wohnort ab. Günstige Anbieter: Allianz, HUK-Coburg, Wertgarantie, Hepster.
Was die Haftpflicht abdeckt:
Die Haftpflichtversicherung übernimmt Schäden, die der Fahrer Dritten zufügt – also Personen- und Sachschäden bei Unfällen. Die Deckungssumme beträgt mindestens 1,2 Millionen Euro für Personenschäden und 300.000 Euro für Sachschäden (gesetzliches Minimum).
Haftung ohne Versicherung:
Wer ohne Versicherung fährt und einen Unfall verursacht, haftet unbegrenzt mit seinem Privatvermögen. Bei schweren Personenschäden kann das zur finanziellen Existenzbedrohung führen.
Wichtige Ausschlüsse:
Tipp: Beim Kauf eines neuen E-Scooters sofort eine Versicherung abschließen – das Fahren ohne Versicherung ist auch auf dem Weg nach Hause vom Händler strafbar.

