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SHU (ScooterHacking Utility): Alle Versionen im Überblick

18. August 2026
SHU (ScooterHacking Utility): Alle Versionen im Überblick

Ninebot F3 PRO D, 38 km im Praxiswert
Ninebot F3 PRO D, 38 km im Praxiswert

> Die Kurzantwort: SHU (ScooterHacking Utility) ist die App des ScooterHacking-Projekts, mit der sich Segway-/Ninebot-E-Scooter verbinden und auslesen lassen und die — je nach Modell und Version — Funktionen wie Flashing oder Regionswechsel bereitstellt. Der jüngste belegte Stand ist Version 4.2.1 vom 08.08.2026; nur der native iOS-Track stand zum Prüfdatum noch auf 4.2.0, weil die Apple-Prüfung ausstand. Offiziell genannt sind die Modellfamilien Ninebot G3, F3, ZT3 und GT3; die E3-Familie ist erst seit V4.2 teilweise abgedeckt, und E2, E2 Plus sowie E2 Pro gelten nach der letzten belastbaren Maintainer-Aussage als nicht unterstützt.

Ohne App-Bastelei: Für Ninebot/Segway gibt es den AnzeigeLizenzcode direkt beim Anbieter (Anzeige).

Stand aller Angaben in diesem Artikel: 14.08.2026. Alle Zitate stammen aus dem offiziellen Update-Kanal des Projekts, den offiziellen Build-Metadaten, dem öffentlichen Issue-Tracker oder amtlichen Gesetzestexten.

Wenn du SHU suchst, weil dein Ninebot mehr können soll: Mehr als 20 km/h erlaubt die ABE bei keinem E-Scooter. Mehr Kraft am Hang und mehr Reichweite gibt es ab Werk. Der Segway SuperScooter GT3 D hat 500 W Nenn- und 2.400 W Spitzenleistung und kommt in unserer Auswertung auf 55 km Praxis-Reichweite. Der Egret X Ultra schafft 58 km, bei 500 W Nenn- und 1.350 W Spitzenleistung. Zum Vergleich: Der Segway Ninebot F3 Pro D liegt bei 38 km und 1.200 W Spitze. Preis und Händler findest du auf der Modellseite.

Was du per App sonst noch einstellen kannst und wo die ABE endet, steht in unserem Überblick Scooter Hacking 2026.

SHU-Versionshistorie: V3 bis 4.2.1

Eine konsolidierte, lückenlose offizielle Changelog-Seite existiert nicht — die Versionsgeschichte ist über einzelne Meldungen des Projekt-Updatekanals und Build-Metadaten verstreut. Diese Tabelle führt die belegten Stände zusammen:

VersionDatumDokumentierte Änderungen (mit Original-Zitat)Plattformen
V3 Open Beta20.07.2025Neue Open Beta mit „Support for Ninebot G3 / F3 / GT3 / ZT3“. Ausdrücklich: „The Ninebot E3 is not supported yet“ und „BLE flashing does not work for Ninebot x3 vehicles“.Android 8.0+; die archivierte Beta-Seite schloss iOS aus („This app isn't available on iOS.“).
V3 Build 222.08.2025x3-BLE-Geräteflashing nachgereicht: „It adds the ability to flash the ‘BLE’ device on x3 scooters.“ Das ist weder Controller-Unlock noch Beleg vollständiger D-Unterstützung.Android
V3 Build 3 + Erratum24.08.2025„Added device state control for x2 and x3 scooters“ plus Lautstärkeeinstellung — noch am selben Tag korrigiert: sie gilt für den G3, nicht den F3 („The sound effects volume slider is only available on the G3. The F3 uses a simple buzzer, so no volume adjustment is possible.“).Android
V3 Build 522.09.2025„Greatly simplified x3 flashing process“ — mit dem Zusatz: „This change is not available for users located in Germany.“Android
V4.013.06.2026Vollständige Neuentwicklung („total rewrite“) auf einem Cross-Platform-Framework; V4 wurde die Hauptversion. Für zuvor gesperrte Fahrzeuge blieb eine anfängliche Controllerfreischaltung für die volle App-Nutzung nötig.Windows 10/11, Linux, Android, macOS; iOS folgte am 16.06.2026.
V4.108.07.2026x3-Flashing über BLE für einen eingeschränkten Nutzerkreis („select users“) und Regionsfunktion für x3. Einen Tag später eingeschränkt: „ZT3 Pro models cannot have their region changed over Bluetooth without a prior flash.“Alle damals unterstützten Plattformen außer iOS (wartete auf Prüfung).
Browser-Beta09.07.2026Web-Ausgabe als Beta: „Chromium-based browser“, „limited storage persistence“, Modellauswahl vor der Verbindung.Chromium-basierte Browser; für iOS wurde eine gesonderte Browserlösung genannt.
V4.207.08.2026„New Workspace experience“, Rückkehr der Automation („automation has returned“), Sicherheitsfunktionen für G3, F3, ZT3 und GT3. Beim E3 und E3 Pro kann die App jetzt den Bluetooth-Baustein flashen („allowing the BLE device to be flashed“). Die Freischaltung der E3-Firmware per Bluetooth bleibt „not yet supported“.Rollout auf den V4-Plattformen.
V4.2.1 (Hotfix)08.08.2026Hotfix für „broken layouts in landscape mode“, „Android safe-area issues“ und die „SHFW profile-change automation“ — keine neue Modellfamilie.Android, macOS, Linux, Windows, Web und ein alternativer iOS-Track auf 4.2.1/Build 78; der native iOS-IPA-Track blieb während der Apple-Prüfung auf 4.2.0/Build 77.

Zum Prüfdatum 14.08.2026 war 4.2.1 der aktuelle Hauptstand; ein neuerer offizieller Build wurde nicht gefunden. Ob die alten Stände V3, 4.0 und 4.1 heute noch einzeln bereitgestellt werden, ist nicht belegt.

V4, V4.1 und V4.2 — die Unterschiede in Kurzform

1. V4.0 ist der Architekturwechsel: komplette Neuentwicklung, regulär für Windows, Linux, Android und macOS, iOS folgte; V4 löste V3 als Hauptlinie ab. App-Unterstützung hieß dabei nicht automatisch Controller-Unlock.

2. V4.1 ist das x3-Update: Regionsänderung ohne vorheriges Flashing für x3 angekündigt, BLE-Flashing nur für ausgewählte Nutzer — und für den ZT3 Pro per offiziellem Erratum eingeschränkt.

3. V4.2 ist das Workspace-/Automation-/Security-/E3-Update — aber keine vollständige E3-Freischaltung; die blieb per Bluetooth ausdrücklich offen.

4. V4.2.1 ist ein reiner Hotfix, kein Funktionssprung.

SHU ist nicht SHFW — Versionsnummern nicht verwechseln

Die App-Version (SHU V3/V4.x) ist nicht die Firmware-Version. SHFW ist die separat versionierte Fahrzeugfirmware; Angaben wie SHFW 3.10.1 oder VCU-, BLE-, BMS- und DRV-Nummern dürfen nicht als SHU-Version gelesen werden. In einem öffentlichen Projekt-Issue stehen beide sauber getrennt: „SHUT Version: 4.0.0“ neben „SHFW Version: 3.10.1“.

Ein anderes Werkzeug ist das Web-Portal ninebot.1dragon.de. Was dort passiert, erklären wir in einem eigenen Beitrag.

Modell-Matrix: Welches Modell mit welcher SHU-Version?

Wichtig für die Einordnung: Das Projekt nennt in seinen Meldungen überwiegend Basisfamilien (G3, F3, ZT3, GT3). Das ist keine separate Zusage für jede deutsche D-Ausführung — und auch keine Zusage, dass jede Funktion ohne vorherige Controllerfreigabe verfügbar ist. Wo unten „Communityspur“ steht, gibt es Nutzerberichte zur exakten D-Variante, aber keine offizielle Freigabe.

Modell (D-Ausführung)V3V4.0/V4.1V4.2/4.2.1Belegbare Einordnung
Segway ZT3 Pro DFamilie offiziell; x3-BLE erst ab Build 2.Keine neue x3-Funktionsfreigabe im V4-Post; V4.1-BLE nur für ausgewählte Nutzer; Erratum: kein Regionswechsel über Bluetooth ohne vorherigen Flash.Sicherheitsfunktionen für ZT3 offiziell; das Erratum wurde nicht aufgehoben.Familie offiziell, exakte D-Ausführung nur Communityspur — nicht „voll unterstützt“ nennen.
Ninebot MAX G3 DFamilie offiziell.Keine separate G3D-Freigabe; ein G3D-Nutzerbericht meldet eine Regionsänderung unter V4.1, bleibt aber Nutzerbeleg.Sicherheitsfunktionen für G3 offiziell.Familie stark belegt; die D-Variante ist nicht offiziell ausgeschrieben.
Ninebot MAX G2DApp-Verbindung zur G2-Reihe seit SHU 2.4 (18.04.2024), SHFW-Unterstützung für den G2 seit SHU 2.6 mit SHFW 3.9.0 (04.09.2024); V3 war keine neue G2-Freigabe.Keine G2-spezifische Neuerung dokumentiert.Keine Erweiterung des G2-Supports dokumentiert.G2-App-Verbindung offiziell; die exakte G2D-Ausführung ist nicht separat belegt.
Ninebot F2 Pro DApp-Verbindung der F2-Familie seit SHU 2.5; SHFW-Unterstützung für F2/F2 Plus/F2 Pro kam mit SHU 2.7/SHFW 3.10.x; neuere Board-Revisionen blieben ungeklärt.Keine F2-Pro-D-spezifische Neuerung dokumentiert.Keine Erweiterung dokumentiert.F2-App-Verbindung und F2-Pro-SHFW offiziell; F2 Pro D nicht separat offiziell.
Ninebot F3 Pro DFamilie F3/F3 Pro offiziell; ein fehlerhafter offizieller VCU-Eintrag konnte Fahrzeuge auf einer Firmware festsetzen (siehe unten).Keine separate F3-Pro-D-Freigabe.Sicherheitsfunktionen für F3 offiziell.Familie offiziell; F3 Pro D nicht separat belegt.
Segway Ninebot E3 DBeim V3-Start ausdrücklich nicht unterstützt.Keine neue E3-Unterstützung genannt.Partiell: Der Bluetooth-Baustein von E3/E3 Pro lässt sich flashen — die Firmware-Freischaltung per Bluetooth bleibt ausdrücklich nicht unterstützt.Nur partielle Basis-E3-Unterstützung ab V4.2 sicher; die exakte E3-D-Ausführung ist nicht belegt.
Ninebot E2 Pro DNicht im V3-Post; bereits am 29.11.2024 erklärte ein Maintainer E2/E2 Plus/E2 Pro für nicht unterstützt.Keine spätere Aufnahme gefunden.Bis 4.2.1 keine Aufnahme gefunden.Nach letztem belastbaren Maintainer-Stand nicht unterstützt; kein aktueller Gegenbeleg.
SuperScooter GT3 DFamilie offiziell.Keine separate GT3-D-Freigabe.Sicherheitsfunktionen für GT3 offiziell.Basis-GT3 offiziell, GT3 D nur Communityspur; nicht mit dem GT3 Pro verwechseln.

Die Modelle im Katalog: Segway ZT3 Pro D · Ninebot MAX G3 D · MAX G2D · F2 Pro D · F3 Pro D · E3 D · E2 Pro D · SuperScooter GT3 D

Die redaktionelle Grenze in einem Satz: „SHU unterstützt die Familien G3, F3, ZT3 und GT3“ ist offiziell belegbar — „SHU unterstützt jede deutsche D-Ausführung vollständig“ ist es nicht.

Lizenzcode statt App: der direkte Weg

Wer nicht selbst mit SHU arbeiten will, bekommt für viele Modelle aus der Matrix einen fertigen Lizenzcode. Unser Partner eScooterUnlock nennt als kompatibel: MAX G2 / G2D, MAX G30 / G30D, F2 / F2 Pro, F3 / F3 Pro, G3 / MAX G3D, ZT3 Pro / ZT3 Pro D und GT3 / GT3 Pro (Stand 07.10.2026, 69,99 €). Der Code kommt per E-Mail, die Aktivierung läuft per Bluetooth.

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Dokumentierte Probleme und Nutzerberichte

Zwei Punkte hat das Projekt selbst dokumentiert:

  • F3/F3 Pro (V3-Zeit): Eine fehlerhafte VCU-1.5.6-Datei im app-internen Verzeichnis konnte Fahrzeuge auf dieser Firmware festsetzen („your scooter is now stuck on that firmware“). Das Projekt entfernte die Datei und veröffentlichte einen Korrekturhinweis.
  • Parallelbetrieb mit der Segway-App (V4): Das Projekt warnt, dass die gleichzeitige Nutzung der Segway-App erzwungene Updates oder inkonsistente Daten verursachen kann („forced update or inconsistencies“).
  • Daneben gibt es Nutzerberichte — allesamt ohne unabhängige technische Prüfung, also Praxisspuren und keine gesicherten Diagnosen: Ein GT3-D-Fahrer berichtet nach einem Regionswechsel unter V3 von dauerhaft aktivem Tagfahrlicht; ein ZT3-Pro-D-Nutzer konnte sein Fahrzeug nach einer Regionsänderung nicht mehr verbinden; bei einem Ninebot F3 erschien laut Screenshot nach einer behaupteten Freischaltung der Fehler 16 „Right Brake“, obwohl das Fahrzeug nur einen linken Bremshebel habe — die SHU-Kausalität bleibt dabei jeweils Selbstauskunft. Ein unabhängig bestätigter, irreversibler Hardwareschaden durch SHU — mit Werkstattdiagnose oder belastbarem Vorher-nachher-Beleg — wurde in der gesamten Recherche nicht gefunden.

    Rechtslage in Deutschland: unsere klare Linie

    Vorab: Das ist keine Rechtsberatung, sondern die Einordnung der amtlichen Normen und Herstellerangaben.

    Unsere Linie ist eindeutig: Tuning ausschließlich auf Privatgelände mit Erlaubnis des Eigentümers. Der Grund steht im Gesetz: Ein Elektrokleinstfahrzeug ist per eKFV auf eine bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit von höchstens 20 km/h begrenzt, und ein Fahrzeug ohne gültige Betriebserlaubnis darf nicht auf öffentlichen Straßen in Betrieb gesetzt werden. Wer die Geschwindigkeit oder Leistung per Software ändert, riskiert genau das: Nach § 19 Absatz 2 StVZO erlischt die Betriebserlaubnis, wenn Änderungen vorgenommen werden, durch die eine Gefährdung zu erwarten ist. Damit entfällt auf öffentlichen Straßen auch der Versicherungsschutz: § 3 PflVG regelt ausdrücklich den Fall, dass der Versicherer wegen eines nicht den Bau- und Betriebsvorschriften entsprechenden Fahrzeugs gegenüber dem Versicherungsnehmer nicht leistungspflichtig ist. Der Gebrauch eines Fahrzeugs ohne die erforderliche Haftpflichtversicherung ist verboten (§ 6 PflVG) und strafbar: § 30 PflVG droht Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder Geldstrafe an, bei Fahrlässigkeit bis zu sechs Monaten.

    Genauso ehrlich gehören aber auch die Grenzen dieser Aussagen in den Artikel:

  • App installieren ist nicht automatisch „ABE weg“. § 19 Absatz 2 StVZO knüpft an tatsächlich vorgenommene Änderungen an, nicht an das Installieren oder Öffnen einer App oder das Auslesen von Diagnosedaten.
  • „Die Versicherung ist komplett weg“ ist pauschal. § 3 PflVG schützt zugleich geschädigte Dritte, und § 5 Absatz 3 KfzPflVV begrenzt die Leistungsfreiheit gegenüber Versicherungsnehmer und mitversicherten Personen bei einer vereinbarten Obliegenheitsverletzung oder Gefahrerhöhung auf höchstens 5.000 Euro — das ist weder eine universelle Obergrenze noch ein automatischer SHU-Regressbetrag.
  • Der Hersteller verbietet Softwaremodifikationen ausdrücklich. Segway schreibt in einem aktuellen MAX-G3-Dokument: „No one shall modify this eKickScooter (including its software)“. Das ist ein allgemeines Hersteller-/Sicherheitsverbot, keine Einzelfallentscheidung zu SHU oder D-Modellen.
  • Softwareänderung kann eine Abnahmefrage auslösen. Die DEKRA nennt Softwareänderung und Chiptuning allgemein unter typischen Änderungen, deren Genehmigungsstatus zu prüfen ist.
  • Eine SHU-spezifische Entscheidung von KBA oder Versicherern existiert nicht. Die Recherche fand allgemeine amtliche Regeln, aber keine behördliche oder versicherungsvertragliche Einzelfallentscheidung zu SHU V3/V4.x.
  • Deshalb beschreiben wir hier bewusst keine Flash-, Freischaltungs- oder Wiederherstellungsschritte und verlinken keine Anleitungen — dieser Artikel dokumentiert Versionsstände, Modellbelege und Rechtsrahmen, mehr nicht.

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